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Die Welt braucht Abos:

So findest du das richtige Modell für dein Produkt

t3n vom 10. September 2020:  Es ist die Sternstunde der Abo-Modelle, denn der Trend geht weltweit weg von „haben wollen“ hin zu „nutzen können“. Wenn auch du deine Produkte oder Dienstleistungen im Abo vertreiben willst, lies hier, welche Modelle es gibt und welches das Richtige für dich ist.

Muss man den Porsche in der Garage stehen haben oder reicht es, bei Bedarf damit fahren zu können? Dieser Gedanke liegt Abo-Modellen zugrunde, die sich längst nicht mehr nur auf Netflix- und Spotify-Mitgliedschaften begrenzen. Denn sowohl Kunden als auch Unternehmen können von Abonnements profitieren. Während Kunden maximal flexibel sind, häufig bares Geld sparen und von einer größeren Auswahl profitieren, locken auf Unternehmerseite langfristige Kundenbeziehungen, eine hohe Kostenkontrolle und damit erheblich bessere Planbarkeit. Weitere Vorteile und was heutzutage alles im Abo vertrieben wird, kannst du übrigens hier nachlesen.

Wenn auch du darüber nachdenkst, deine Produkte oder Dienstleistungen im Abo anzubieten, hast du nun die Qual der Wahl, denn es gibt zahlreiche verschiedene Modelle.

Diese Abo-Modelle gibt es:

  • Nachschub-Abonnements: Hier werden jeweils die gleichen oder ähnliche Produkte in festgelegten Zeitintervallen an Abonnenten verschickt. Das lohnt sich besonders für Gebrauchsgegenstände des regelmäßigen Bedarfs. Kunden sparen so Zeit (beim Einkaufen) und Geld (wegen Menge und Zeit, da sie sich das Einkaufen sparen). Ein Beispiel: The Female Company, die Periodenprodukte im Abo anbieten.
  • Kuratierte Abonnements: Beim kuratierten Abo werden jeweils unterschiedliche Produkte zusammengestellt – häufig nach persönlichen Vorlieben, die beim Abschluss des Abos anhand eines Fragebogens erhoben wurden. Die Abonnenten werden mit jeder neuen Lieferung überrascht und haben die Möglichkeit, verschiedene Produkte zu testen. Beispiele: Hello Fresh für Lebensmittel und Glossybox für Kosmetik.
  • Clubmitgliedschaft: Entscheidet sich der Abonnent für eine Clubmitgliedschaft, erhält er – ähnlich wie bei der klassischen Mitgliedschaft im Fitnessstudio – Zugang zu exklusiven Inhalten oder Vergünstigungen. Bekannte Beispiele stammen hier vor allem aus der Unterhaltungsbranche (Netflix, Spotify, etc.), gibt’s aber auch im Bekleidungsbereich, zum Beispiel bei JustFab.
  • Verbrauchs-Abonnement: Hier zahlt der Kunde nur bei tatsächlicher Nutzung des Angebots und ist damit maximal flexibel. Klassische Beispiele sind Carsharing (hier zum Teil mit Grundgebühr für einen günstigeren Nutzungspreis) oder E-Scooter.
  • Miet-Abonnement: Miet-Abonnements zielen auf zwei Dinge ab: langfristige Nutzung bei gleichzeitig hoher Flexibilität. Darunter fallen beispielsweise neuartige Modelle, wie Porsche Drive. Man abonniert also ein Auto für eine festgelegte Laufzeit. Je nach Tarif ist zum Teil auch ein Wechsel des Modells möglich. Sollten Probleme auftreten oder etwas kaputt gehen, kümmert sich der Anbieter darum.

Die Entscheidung für ein bestimmtes Abo-Modell ist der erste Schritt – die Überlegung, wie du es abrechnest, der zweite. Denn auch hier gibt’s eine Menge unterschiedlicher Möglichkeiten und einiges zu beachten.

So lassen sich Abonnements abrechnen:

  • Nutzungsbasierte Abrechnung: Die nutzungsbasierte Abrechnung kennt man zum Beispiel von E-Scooter-Anbietern wie Lime oder Tier. Hier wird für gewöhnlich keine Pauschalgebühr fällig, stattdessen zahlt der Kunde nur für die tatsächlich erbrachte Leistung, also beispielsweise die genutzte Zeit oder gefahrene Kilometer.
  • Nutzerbasierte Abrechnung: Im Gegensatz dazu ist die nutzerbasierte Abrechnung unabhängig von der tatsächlich erbrachten Leistung. Gezahlt wird ein fixer wöchentlicher, monatlicher oder jährlicher Betrag – egal, ob der Kunde das Produkt oder den Service in Anspruch genommen hat. Klassisches Beispiel: Die Fitnessstudio-Mitgliedschaft oder das Netflix-Abo.
  • Stufenweise Abrechnung: Hier gibt es verschiedene Stufen wie Bronze, Silber und Gold oder Basic, Advanced und Premium. Jede Stufe bietet einen unterschiedlichen Leistungsumfang und hat einen entsprechend steigenden Mitgliedsbeitrag.
  • Hybridabrechnung: Die Hybridabrechnung ist eine Mischform aus verschiedenen Bezahlmodellen. Hier gibt es zum Beispiel die Option, monatlich oder jährlich zu bezahlen. Eine jährliche Zahlung bringt finanzielle Vorteile, eine monatliche größere Flexibilität für den Nutzer.
  • Freemium: Hierbei handelt es sich um einen kostenlosen Tarif mit der Möglichkeit, auf einen bezahlten Premium-Tarif mit größerer Auswahl oder mehr Funktionen upzugraden. Bekanntes Beispiel: Mit Werbeunterbrechungen lässt Spotify sich kostenlos nutzen – möchte der Nutzer ungestört Musik hören, muss er in den kostenpflichtigen Premium-Tarif investieren.

Wie so oft gilt: Bei der Frage nach dem passenden Abo-Modell oder der idealen Abrechnungsart gibt es kein richtig oder falsch, kein besser oder schlechter. Viel eher kommt es auf deine zu verkaufenden Produkte oder angebotenen Dienstleistungen an – und darauf, was deine Kunden sich wünschen.

Wenn du Entscheidungshilfe oder Unterstützung beim Billing Prozess brauchst, kannst du dich an nexnet wenden, die seit dem Aufkommen von Abo-Modellen Experten auf diesem Gebiet sind.

Willst du zunächst noch mehr über die verschiedenen Abo- und Preismodelle erfahren, wirf einen Blick in das kostenlose Whitepaper von nexnet.

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